Verschärfung der Wärmeschutzvorschriften bei Gebäuden

In den Medien wurde 2013 viel berichtet zum Thema Umwelt und Energie
- und was passiert im nächsten Jahr?

Falls Sie beabsichtigen ein Haus zu bauen, bedenken Sie, dass 2015
im Kanton Bern die Wärmeschutzvorschriften für Gebäude verschärft werden. (aktuell läuft gerade die Vernehmlassung der Revision der Norm SIA 380/1, Thermische Energie in Gebäuden)

Im Gleichschritt zur Energiestrategie 2050 des Bundes, sollen gemäss Meldung der Kantonalen Energiedirektorenkonferenz (EnDK), die Mustervorschriften der Kantone
im Energiebereich bis 2014 revidiert und spätestens bis 2018 in der kantonalen Gesetzgebung verankert sein.

In der Meldung heisst es:
Neubauten versorgen sich ab 2020 ganzjährig möglichst selbst mit Wärmeenergie und zu einem angemessenen Anteil mit Elektrizität.
Auch soll im Kanton Bern bei wesentlichen Sanierungen ab 2020
die Warmwasseraufbereitung vollständig durch erneuerbare Energien erfolgen.

Denken Sie daran, dass der Kanton für den Heizwärmebedarf nur die gesetzlichen Mindest-Grenzwerte (Qh,li) festlegt. Die Vorschriften des Kantons basieren weitgehend auf der Norm SIA 380/1. Diese Norm legt auch Zielwerte (Qh,ta) fest. Bei Neubauten beträgt dieser Wert 60% der Mindest-Grenzwerte für den Heizwärmebedarf.
Die Norm empfiehlt die Zielwerte statt die Mindest-Grenzwerte anzustreben.

Die Zielwerte (Heizwärmebedarf) entsprechen dem Label Minergie-P (Heizwärmebedarf). Hier darf aber die gewichtete Energiekennzahl - Energie für Heizung, Warmwasser, kontrollierte Lüftung, Strom Hilfsenergie und Haushaltsgeräte zusammen - nicht mehr als 30 kWh/m2 betragen!

Zum Vergleich: der heute einzuhaltende Mindest-Grenzwert (Heizwärmebedarf) für ein Einfamilienhaus im Schweizer Mittelland, 2 geschossig, 160m2 beheizte
Wohnfläche beträgt rund 55 kWh/m2.

Architekt und Haustechnikplaner sind also heute bereits gefordert die Energie für Heizwärme, Warmwasser, Kühlung und Betrieb effizient bereitzustellen. Auch Mobilität und Graue Energie werden immer wichtiger und sind in der Energiebilanz zunehmend eingerechnet.

 

Preise der Energieträger Heizöl, Gas und Strom
Gemäss Landesindex der Konsumentenpreise hat sich real
der Heizölpreis innerhalb von 10 Jahren mehr als verdoppelt! Der Gaspreis stieg in der gleichen Zeit um ca. 50%. Der Benzinpreis stieg um ca. 32%. Der Strompreis sank im Jahr 2008 (Finanzkrise?) 12% und ist heute (2012) wieder auf dem Niveau wie vor 10 Jahren.
Quelle: Landesindex der Konsumentenpreise, Bundesamt für Statistik

 

→ Neben Wohnlage, Architektur und Zustand der Liegenschaft werden auch die Energie-Verbrauchskosten immer wichtiger für eine Bewertung der Liegenschaft. - Ist ihre geplante Sanierung oder der geplante Neubau «fit» für die Zukunft?

→PlusEnergieBauten (PEB): "Pionierbauten" führen bekanntlich
den Gebäudestandard von morgen an.

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